Case Story · Solutions Engineering · Leasing-Controlling

Kein Leasingvertrag
verlängert sich mehr
von selbst

Wie wir mit einer automatisierten IT-Lösung die Leasingportfolios mehrerer Großkunden steuerbar gemacht haben — jede Rechnung geprüft, jede Frist überwacht, jede Entscheidung durchgerechnet.


Die Herausforderung

Die Evergreen-Falle: Leasing ist günstig —
bis niemand mehr hinschaut

IT-Leasing rechnet sich über die Grundmietzeit. Danach beginnt die teure Phase: Verträge verlängern sich stillschweigend, die Raten laufen weiter für Geräte, die abgeschrieben, ausgemustert oder längst ersetzt sind. Bei tausenden Geräten, vielen Einzelverträgen und mehreren Leasinggebern verliert jede manuelle Verwaltung den Überblick.

Lebenslauf eines Leasingvertrags — und wo das Geld verloren geht
Grundmietzeitkalkulierte Rate
Kündigungsfenstereinzige Chance
Stillschweigende Verlängerungläuft, bis jemand kündigt
Vertrag wirtschaftlichFrist, die niemand überwachen kann — bei tausenden VerträgenVerlängerungsraten für ersetzbare Geräte

Kündigungsfenster verstreichen unbemerkt

Jeder Vertrag hat eigene Fristen, Intervalle und Stichtage. Wer den Termin verpasst, hat automatisch verlängert — zur Rate des Leasinggebers.

Niemand rechnet die Raten nach

Ob die berechnete Rate zum vereinbarten Phasenmodell passt — Grundmietzeit, Verlängerungsfaktoren, Zinssätze — prüft bei hunderten Rechnungen pro Monat kein Mensch mehr.

Die Entscheidung fehlt auf Datenbasis

Verlängern, kündigen oder kaufen? Ohne Barwerte, Restlaufzeiten und Nutzungsdaten je Gerät bleibt das Bauchgefühl — und das Bauchgefühl verlängert.

Bilanzielle Sicht nicht herstellbar

On-/Off-Balance-Einordnung, Barwerte und Zinssätze je Land werden für die Bilanzierung gebraucht — aus Vertragsordnern und Excel-Listen entsteht sie nicht belastbar.


Das Konzept

Sechs Säulen — vom Bestand
bis zum Einsparpotenzial

Die Strategie der Anwendung, Säule für Säule. Klappen Sie auf, was Sie interessiert.

Leasinggeber-Reports, Rechnungsdaten und Organisationsdaten (Kostenstellen, Nutzer, Standorte) fließen über je Datenlieferant gekapselte Loader in ein gemeinsames Bestandsmodell — verknüpft über Vertragsnummern, Positionen und Seriennummern, auch wenn jeder Lieferant andere Formate nutzt. Nutzungsdaten ergänzen die kaufmännische Sicht um die tatsächliche Nutzung.

ErgebnisJedes Gerät ist jederzeit auffindbar: wo, bei wem, in welchem Vertrag, in welcher Phase.

Jedes Gerät durchläuft seinen Lebenszyklus nachvollziehbar: Einbuchung, Grundmietzeit, Verlängerungsphasen, geplantes und tatsächliches Mietende. Herzstück sind Phasenmodelle — wiederverwendbare Definitionen, welcher Ratenfaktor in welchem Laufzeitabschnitt gilt. Neue Vertragskonstellationen sind Konfiguration, kein Code.

ErgebnisDas Portfolio wird als Ganzes steuerbar: Welche Geräte laufen in die Verlängerung, welche Jahrgänge stehen zum Austausch an, wo altert der Bestand?

Rahmenverträge, Einzelverträge und Zusatzvereinbarungen bilden die juristische Struktur; jeder Vertrag trägt Kündigungslogik, Kaufoption, Zahlweise und Bilanz-Einordnung. Darauf rechnet die Plattform fortlaufend: Monatsraten und Leasingfaktoren je Gerät, Barwerte für Weiterlaufen, Verlängern und Kaufen, Abschreibungen — mit Referenzzinssätzen, die automatisch von der EZB bezogen werden. Alles historisiert und zu jedem Stichtag reproduzierbar.

ErgebnisEin gewichtetes Score-Modell verdichtet das je Vertrag zur Optimierungsempfehlung: verlängern, kündigen oder kaufen.

Jede Leasingrechnung wird Position für Position gegen das Portfolio abgeglichen: Stimmen Vertragsnummer, Gerät, Periode und Rate mit dem, was laut Phasenmodell geschuldet ist? Abweichungen werden je Position dokumentiert; Zahlungszyklen (monatlich, quartalsweise, vor-/nachschüssig) automatisch normalisiert.

ErgebnisAus „wir überweisen, was auf der Rechnung steht" wird „wir zahlen, was vereinbart ist".

Kein Kündigungsfenster verstreicht mehr unbemerkt: Die Plattform überwacht Fristen und Stichtage je Vertrag und bildet den Rückgabeprozess als Workflow ab — Entscheidung getroffen, Kündigung versendet, Kündigung bestätigt. Vorgelagerte End-of-Life-Phasen für Vorbereitung, Planung und Umsetzung sorgen dafür, dass die Rückgabe operativ gelingt.

ErgebnisGeräte sind rechtzeitig geräumt, getauscht und zurückgegeben, bevor die Verlängerung greift.

Die Rechenwerte werden sichtbar gemacht: Wo zahlt das Portfolio Verlängerungsraten für ersetzbare Geräte? Welche Verträge sind teurer als ihr Neuabschluss? Was bringt Kündigen gegenüber Verlängern — in Euro, je Vertrag, je Kostenstelle, je Standort?

ErgebnisEinsparpotenziale sind keine Schätzung mehr, sondern eine fortlaufend aktualisierte, priorisierte Liste mit Betrag und Handlungsfenster.

Der Ansatz

Ein Leasingvertrag ist Finanzmathematik —
also behandeln wir ihn auch so

Klassisch wird Leasing verwaltet: Verträge im Ordner, Stichtage im Kalender, Rechnungen im Zahllauf. Jede Ablage ist gepflegt — aber keine rechnet. Unser Ansatz dreht das um: Verträge, Phasenmodelle, Zinssätze und Geräte sind ein durchgängiges Rechenmodell, das fortlaufend rechnet und sich meldet, bevor Fristen ablaufen.

Klassisch: Verwalten und hoffen
  • Verträge im Ordner, Kündigungsfristen im Kalender einzelner Mitarbeiter
  • Rechnungen werden überwiesen, nicht nachgerechnet
  • Barwerte und Szenarien: einmal im Jahr, in Excel, veraltet bei Abgabe
  • Verlängern/Kündigen/Kaufen entscheidet das Bauchgefühl
  • Management-Reports werden tagelang von Hand zusammengebaut
Die Evergreen-Falle schnappt regelmäßig zu
Unser Ansatz: Ein Modell, das mitrechnet
  • Leasinggeber-Daten werden automatisch geladen und verknüpft
  • Referenzzinssätze kommen direkt von der EZB in die Barwertberechnung
  • Jede Rechnungsposition wird gegen das Phasenmodell geprüft
  • Der Fristenwächter meldet sich mit durchgerechneten Szenarien je Vertrag
  • Reports bis Vorstandsebene entstehen automatisch aus dem Modell
Komplett automatisiert — 0 manuelle Eingriffe

Die automatisierte Strecke — täglich, ohne dass jemand eine Datei anfasst.


Die Vorteile

Was dieser Ansatz konkret bringt

Benefit 01

Kündigungsfenster werden zu Entscheidungsterminen

Statt verpasster Fristen gibt es rechtzeitige Vorlagen mit durchgerechneten Szenarien — die stillschweigende Verlängerung passiert nur noch, wenn sie gewollt ist.

Benefit 02

Jede Rechnung ist geprüft, bevor sie bezahlt wird

Der automatische Abgleich gegen Vertrag und Phasenmodell findet Abweichungen, die manuell nie auffallen würden — Position für Position.

Benefit 03

Entscheidungen auf Barwertbasis statt Bauchgefühl

Verlängern, kündigen oder kaufen wird je Vertrag quantitativ vergleichbar — inklusive tatsächlicher Gerätenutzung als Realitätscheck.

Benefit 04

Bilanzfeste Zahlen jederzeit

Historisierte Rechenwerte, EZB-Zinssätze je Land und On-/Off-Balance-Einordnung machen das Portfolio für Controlling und Bilanzierung belastbar — zu jedem Stichtag.

Benefit 05

Einsparpotenziale sichtbar statt vermutet

Die Plattform zeigt fortlaufend, wo das Portfolio Geld verliert — priorisiert nach Betrag und Handlungsfenster, je Vertrag, Kostenstelle und Standort.


Das Ergebnis

Aus einem Vertragsarchiv
wurde eine Entscheidungsmaschine

Die Lösung ist bei mehreren Großkunden im produktiven Einsatz und läuft komplett automatisiert: Leasinggeber-Daten werden geladen, Zinssätze über die EZB bezogen, Raten und Barwerte durchgerechnet, Rechnungen geprüft — bis hin zu fertigen Vorstandsreports, ohne manuellen Eingriff. Die Evergreen-Falle schnappt nicht mehr zu: Verlängert wird nur noch, was sich rechnet.

So sieht die Entscheidungsvorlage aus — Barwert-Vergleich je Vertrag (schematisch)
Weiterlaufenstillschweigend
teuerste Option
Verlängernaktiv, neue Rate
verhandelbar
Kündigen + TauschEmpfehlungim Fenster
günstigste Option
Schematische Darstellung. Die Plattform berechnet die Szenarien je Vertrag aus realen Raten, Phasenmodellen, EZB-Zinssätzen und Restlaufzeiten — und priorisiert nach Einsparpotenzial und Handlungsfenster.
0

manuelle Eingriffe vom Laden der Leasinggeber-Daten über die Zinsberechnung bis zum fertigen Vorstandsreport — das komplette Portfolio in einem fortlaufend durchgerechneten Modell.

Mehrere Großkunden — produktiv im Einsatz
Bestand — transparent über den ganzen Lebenszyklus
Rechnungen — 100 % automatisch geprüft
Rückgaben — als Workflow gesteuert
Einsparpotenziale — priorisiert & beziffert

Was wir tun

Vertragswerke, die rechnen können

Wir übersetzen kaufmännische Vertragslogik in Datenmodelle und Rechenwerke — von der Integration der Lieferantendaten über Finanzmathematik und Rechnungsprüfung bis zur Entscheidungsunterstützung mit Score-Modellen.

Der beschriebene Weg — ein Modell, das fortlaufend rechnet, komplett automatisiert vom Datenimport bis zum Vorstandsreport — ist kein Einzelprojekt, sondern unser Standardansatz für asset-intensive Vertragsportfolios.


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